Rolf Braun, Sitzungspräsident der Mainzer Fastnacht – Mainz bleibt Mainz
Rolf Braun ist im Alter von 77 Jahren nach langer, schwerer Krankheit in der Nacht zum 9. Juli 2006 Mainz verstorben. Mit ihm verliert die Mainzer Fastnacht seinen langjährigen Sitzungspräsidenten, der für viele Menschen das Gesicht der Mainzer Fernsehfastnacht – Mainz bleibt Mainz – war.
Rolf Braun war durch seine Rolle bei der Mainzer Fastnacht im In- und Ausland bekannt geworden. Als Sitzungspräsident stand er dem früheren Fernseh-Großereignis Mainz bleibt Mainz vor und leitete 24 Jahre lang, zwischen 1965 bis 1969 die große Fernsehsitzung – unvergessen sein jährlicher Gruß nach Oberstaufen. Der Fastnacht war Braun aber schon lange zuvor verbunden, bereits im Jahr 1947 gründete er zusammen mit einigen Freunden den "Atlanta-Club Kastel", aus dem der heutige "Karneval-Club Kastel" hervorging.
Rolf Braun hat im Laufe seines Lebens viele Rollen gespielt, war Vertriebsleiter eines Niersteiner Weinguts, Möbelhändler und Brauchtumsbeauftragter unter Ministerpräsident Helmut Kohl. Auch wenn der Karneval seine überregionale Bekanntheit maßgeblich beeinflusste, so blieb Braun doch immer Mainzer. Rechts des Rheins ist auch noch Mainz, postulierte er, allerdings ohne, dass die Landesregierung auf der rechten Rheinseite Veränderungen anstrebte. Die von Braun befürwortete Rückführung der Mainzer Vorort zum Bundesland Rheinland Pfalz ist bislang unerfüllt geblieben. Mainz-Kastel und Main-Kostheim bleiben Wiesbadener Vororte, auch wenn es nicht gleich zu erkennen ist.



