Holger Börner, ehemaliger hessischer Ministerpräsident, erlag im Alter von 75 Jahren in Kassel einem Krebsleiden.
Holger Börner war von 1976 bis 1987 hessischer Landesvater und bestimmte während dieser Zeit nicht nur die Geschicke des Bundeslandes Hessen, sondern war auch Wegbereiter für die Verbindung rot-grüner Politik. Bundesweit sorgte die Vereidigung von Joschka Fischer, dem späteren Vizekanzler und Außenminister für Aufregung. Die bundesweite erste rot-grüne Koalition zerbrach bereits nach nur 15 Monaten an den konträren Meinungen zum Thema Atompolitik., der Turnschuh Minister Joschka Fischer blieb in der Politik, Holger Börner zog sich nach dem Scheitern aus der Tagespolitik zurück und übernahm auf Wunsch der SPD Führung den Vorsitz der SPD nahen Friedrich-Ebert-Stiftung bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2003.
Holger Börner hat in seiner Funktion als SPD Bundesgeschäftsführer maßgeblichen Anteil an den Wahlsiegen von Willy Brandt und Helmut Schmidt gehabt, als hessischer Ministerpräsident wurde Börner neben der rot-grünen Regierungsbildung auch im Kampf um die Startbahn West des Frankfurter Flughafens auf eine harte Probe gestellt, galt er doch als wirklicher Sozialdemokrat und Menschenfreund.
Mit Holger Börner verlor die SPD einen ihrer angesehensten Politiker, das Land Hessen einen seiner großen Landesväter. Börner verstarb im Alter von 75 Jahren in seiner Heimatstadt Kassel und hinterlässt eine sozialdemokratische Lücke innerhalb seiner Partei.



