György Ligeti - Bedeutender Komponisten der Gegenwart
Der 1923 als Kind ungarisch-jüdischer Eltern in Kolozsvár (heute Cluj-Napoca) in Siebenbürger geborene Ligeti wurde zunächst von Nationalsozialosten an seinem Studium der Musikwissenschaft gehindert worden und in ungarisches Arbeitsdienst einteilt wo er in sowjetische Gefangenschaft geriet aus der er sich während eines Bombenangriffs befreien konnte.
Nach dem Krieg konnte er seine Studien wieder aufnehmen und 1949 abschließen. Im Laufe des Ungarn Aufstands 1956 floh er vor der Sozialistischen Informationssperre nach Österreich dessen Staatsbürgerschaft Ligeti später auch annahm.
Während seiner Schaffensperiode als Komponist und Professor u. A. in Hamburg an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg die er bis 1989 innehatte entstanden eine Vielzahl von Werken, die der klassischen Musik eine neue, innovative Wendungen gaben. Charakteristisch für Ligetis Musik ist unter anderem eine Stimmverflechtung auf engstem Raum, die so genannte Mikropolyphonie.
Der internationale Durchbruch gelang Ligeti bereits im Jahr 1961 mit dem Orchesterstück "Atmosphères". Einem breiteren Publikum wurden Ligetis Kompositionen durch den Soundtrack von Stanley Kubricks Film "2001 - Odyssee im Weltraum" bekannt. Einem Science Fiction Film der alleine durch das perfekte Zusammenspiel großartiger musikalischer und bildgewaltiger Momente seine Zuschauer in einen Bann zog.
Als Hauptwerken Ligetis gelten, neben "Atmosphères", die Oper "Le Grand Macabre", das Klavierkonzert, das Violinkonzert, das "Requiem", "Ramifications" für Streichorchester und "Continuum" für Cembalo.
Für seine Werke erhielt Ligeti eine ganze Reihe unterschiedlicher Preis, wie z.B. den Kunstpreis Berlin, Balzan-Preis, Bern (1991), Musikpreis der Unesco (1996), , Polar Music Prize (2004 – auch bekannt als inoffizieller Nobelpreis für Musik)
Weniger bekannt als seine Kompositionen aber nicht minder interessant ist sein Beitrag zur Filmindustrie. Musik ist das Herz eines erfolgreichen Films – wer Emotionen wecken möchte kann nicht ohne den perfekten Klang.
Stanley Kubrick etablierte die Musik von Ligeti bei einem breiteren Publikum, indem er sie in einigen seiner Filme benutzte (ohne Ligetis Zustimmung). Aufgelistet sind hier Filme, in denen Ligetis Musik Verwendung findet (soweit bekannt mit den Titeln der Stücke). So finden sich musikalische Kompositionen von Ligeti in 2001: Odyssee im Weltraum (Stanley Kubrick), Shining (Stanley Kubrick), Heat (Michael Mann), Eyes Wide Shut (Stanley Kubrick)
Mit György Ligeti verstarb am 12. Juni 2006 einer der bedeutendsten Komponisten der Gegenwart im Alter von 83 Jahren nach schwerer Krankheit.




